Wettbewerb Effizienzhaus Plus im Altbau - EPA

Neu-Ulm
Straßenansicht Südseite
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Zur Unterstützung der Entwicklung von Plus-Energie-Gebäuden lobte das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) im April 2012 den Wettbewerb Effizienzhaus Plus im Altbau aus. Wettbewerbsaufgabe war die energetische Modernisierung einer Zeilenbebauung in Neu-Ulm bei der vier architektonisch ansprechende Modellgebäude geplant, saniert und einem intensiven Monitoring unterzogen werden sollten. Die Modellgebäude sollten als Beispielgebäude sowohl für die Wohnungswirtschaft wie auch für die privaten Haushalte dienen. Die Wettbewerbsaufgabe Effizienzhaus Plus im Altbau umfasste die folgenden wesentlichen Teilaspekte, die zu einem schlüssigen Gesamtkonzept zu verbinden waren:

Im Rahmen des Wettbewerbs Effizienzhaus Plus im Altbau erarbeitete die ee concept GmbH in Zusammenarbeit mit dem Fachgebiet Entwerfen und Baugestaltung der TU Darmstadt (Prof. Johann Eisele), dem Institut für Werkstoffe und Mechanik im Bauwesen der TU Darmstadt (Prof. Dr.-Ing. Jens Schneider) und dem Fachgebiet Energieeffizientes Bauen der HTWG Konstanz Prof. Dr.-Ing. Thomas Stark) einen Beitrag. Das unter dem Titel „hautnah“ entwickelte Projekt schlägt dabei unter Erweiterung der Wohnfläche eine Sanierung mit einer mikroklimatischen Hülle vor.

Der Bestand verfügte über funktionale, technische wie materialbezogene Ehrlichkeit. Die im Grundriss angelegte Modularität und Nutzungsneutralität der Räume galt es weiter zu entwickeln und möglichst viel Fläche für die Vermietung durch den Bauherren anzubieten.

Umschlossen wird die Gesamtheit des Gebäudes des Wettbewerbsbeitrags von einer mikroklimatischen Klimahülle, die thermische Solarenergie intensiv über passive Prozesse nutzt. Ebenso wie der Bestand bildet sich die Hülle durch rationale konstruktive Durcharbeitung, die als System nicht nur am Beispielgebäude, sondern auch in Teilen des deutschen Bestands Anwendung finden kann. Wie im Bestand ist auch hier Wirtschaftlichkeit schon im System angelegt. Mittig im Gebäude entwickeln sich für die Wohnungen zwei Kerne, die Funktionen wie wohnungsbezogene Vorzonen, Küchen, Bäder und Technikschächte aufnehmen. Die Zone zum Durchwohnen weitet sich nach Außen und verengt sich zum Inneren.

Die Fuge als Aufweitung der energetisch genutzten Fläche bildet einen natürlich klimatisierten Raum der es den Bewohnern ermöglicht, energetische Flüsse bewusst zu erfahren und mit dem Klima zu leben. Die südorientierten Fassaden und Dachflächen stehen umfassend für die regenerative Energieerzeugung zur Verfügung und schützen gleichzeitig den Einschnitt vor starker Aufhitzung im Sommer. Das Gebäude bietet durch klassische Form, gemeinschaftsfördernde Typologie und Übertragbarkeit systemoptimierter, wirtschaftlicher Umsetzung ein großes Multiplikator­potenzial.

Der Beitrag des Teams wurde im Rahmen des Wettbewerbs Effizienzhaus Plus im Altbau wie zwei weitere Arbeiten mit einer Anerkennung ausgezeichnet. Entgegen der ursprünglichen Zielstellung, dass vier unterschiedliche Projekte nach dem Wettbewerb gebaut werden sollten, werden nun nur die zwei erstplatzierten Projekte realisiert.

Weitere Informationen zum Wettbewerbsablauf, den Preisträgern und der Gesamtheit der eingereichten Arbeiten finden Sie hier.

 

Beteiligte

Entwurf: Christina Pishmisheva, Alisa Rinderspacher,  Christian Wagner, Matthias Fuchs, Andrea Georgi-Tomas,  Franziska Hartmann, Martin Zeumer

Baukonstruktion: Marcos Silva Mirra, Martin Zeumer

Energiekonzept: Martin Zeumer

Visualisierung: Stanko Galic (VA-studio)

 

> News zum Projekt

14.01.13 - Offizielle Preisverleihung für den Wettbewerb Effizienzhaus Plus im Altbau im Rahmen der BAU, München

06.09.12 - Ausstellungseröffnung zum Wettbewerb Effizienzhaus Plus im Altbau in Berlin

11.07.12 - TU Darmstadt und ee concept GmbH mit Anerkennung im Wettbewerb Effizienzhaus Plus im Altbau ausgezeichnet