Design2PV - industriell herstellbare BIPV-Module

von Angèle Tersluisen

Gemeinsam mit dem Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme ISE (Koordinator), GES Gebäude-Energiesysteme GmbH, der HTWG Konstanz, Fachgebiet Energieeffizientes Bauen sowie der ACP advanced clean production AG entwickeln wir industriell herstellbare BIPV-Module, die an einem Demonstrator realisiert und zukünftig auf dem Markt verfügbar sein werden. Im Rahmen der Forschungsarbeit werden ästhetische, elektrische, konstruktive und gebäudebezogene Aspekte integral und interdisziplinär bearbeitet. Die Projektpartner entwickeln zeitgleich Herstellungsmethoden inklusive der hieraus resultierenden, notwendigen Maschinen zur Herstellung der Module.

„Die [technische] Idee [des Fraunhofer ISE] basiert auf der Erkenntnis, dass eine PV-Zelle aus mehreren parallel geschalteten Teilstücken bestehen kann, die unterschiedliche Formen aufweisen, und dass sich Zellstrings mit solchen fragmentierten Zellen in Vieldraht-Technologie automatisiert fertigen lassen. Da der Strom über viele Drähte geführt wird, können die Drähte so dünn sein, dass sie schon aus mittlerem Abstand nicht mehr sichtbar sind. Die Module sollen als Glas-Glas-Module ausgeführt werden, wobei die Module die Anforderungen für Verbund-Sicherheitsglas erfüllen sollen. Dies erleichtert die Integration in den Bauprozess sehr stark und ermöglicht durch die transparente Optik eine sehr gute ästhetische Integration vor opaken Flächen (Kaltfassade) oder in Wärme- oder Sonnenschutzverglasungen (Warmfassade bzw. Glasüberdachungen). Es wird erwartet, dass die neuen Module den Einsatz von BIPV insbesondere bei der Sanierung von vollverglasten Gebäuden deutlich attraktiver machen.“ (aus: Kuhn, Tillmann; Tersluisen, Angèle: Neuartige, teiltransparente BIPV-Module mit erhöhtem Gestaltungsspielraum. BIPV-Forum, Bad Staffelstein. 2018)

Die BIPV-Module können als architek­tonischer Bestandteil der Gebäudehülle mit Verschattungsfunktion, zur Reduktion der Durchsicht bspw. in Brüstungsbereichen sowie zum Schutz vor Vogelschäden verglaster Flächen realisiert werden.

Der Pilot wird Ende 2020 realisiert und dokumentiert werden.

  • Verbundvorhaben: Entwicklung von industriell herstellbaren BIPV Modulen mit hoher Effizienz, innovativem Design und großem Gestaltungsspielraum (Design2PV)
  • Teilvorhaben: Konzeption und Realisierung von BIPV- Systemen am Beispiel einer Pilotanlage
  • Projektlaufzeit: 11.2017 – 10.2020
  • Fördermittelgeber: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
  • Förderkennzeichen: 0324139D

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